Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung wird entsprechend der Klassifikation nach GOLD (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) in vier Krankheitsstadien mit unterschiedlichen Schweregraden unterteilt. Weitere Kriterien für die Stadieneinteilung einer COPD sind die individuellen Symptome des Betroffenen sowie das Risiko und die Häufigkeit an akuten Exazerbationen, also Verschlechterungsschüben.
Die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) ist eine von der WHO gegründete Expertenkommission, die standardisierte Richtlinien für die Klassifikation der Schweregrade einer COPD definiert hat. Die Expertenkommission veröffentlicht jährlich einen Report mit aktuellen Behandlungsempfehlungen. Behandelnden Ärzten wird durch die Empfehlungen des Reports eine gute Orientierung ermöglicht, um ihre Patienten bestmöglich therapeutisch versorgen zu können.
Insgesamt gibt es vier COPD-Stadien: GOLD 1 bis 4.
Je höher das Stadium, desto schwerwiegender ist die Erkrankung.
FEV1 ist die Abkürzung für „forciertes exspiratorisches Volumen“.
Es ist ein Maß für die Lungenfunktion, das angibt, wie viel Luft in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Messverfahren
FEV1 wird bei einem Lungenfunktionstest, einer Spirometrie, gemessen.
Dabei wird die Luftmenge und die Geschwindigkeit der Ausatmung aufgezeichnet.
Der Wert wird in Litern angegeben.
Normwerte
Ein normaler FEV1-Wert liegt über 90 Prozent des alters-
und geschlechtsspezifischen Normwerts.
Bei älteren Menschen sollte der Wert über 70 Prozent liegen.
Interpretation
Ein niedriger FEV1-Wert weist auf verengte oder blockierte Atemwege hin.
Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann ausgeatmet werden.
GOLD 1 FEV1: mehr als 80 % des Sollwertes
GOLD 2 FEV1: 50 – 79 % des Sollwertes
GOLD 3 FEV1: 30 – 49 % des Sollwertes
GOLD 4 FEV1: weniger als 30 % des Sollwertes
