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REHA

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Eine Rehabilitation (Reha) bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist ein fester Bestandteil der Behandlung und gilt als hoch-effektiv.
Sie hilft, die Folgen der Krankheit zu mindern, die Lebensqualität zu verbessern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. 

Ziele der Reha bei COPD

Das Hauptziel ist es, die Eigenständigkeit und Leistungsfähigkeit von Betroffenen so weit wie möglich zu erhalten oder wiederherzustellen. 
  • Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit: Durch gezieltes Training können Patienten ihre Ausdauer und Kraft steigern, was Atemnot bei Anstrengung reduziert.
  • Linderung der Beschwerden: Die Reha trägt dazu bei, Symptome wie Atemnot, Ängste und Depressionen zu verringern.
  • Erlernen von Atemtechniken: Atemtechniken wie die Lippenbremse können den Alltag erleichtern.
  • Optimierung der medikamentösen Therapie: Im Rahmen der Reha wird die medikamentöse Behandlung überprüft und optimiert.
  • Raucherentwöhnung: Bei Bedarf wird eine Unterstützung zur Raucherentwöhnung angeboten.
  • Umgang mit der Krankheit: Patienten lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.
  • Behandlung von Begleiterkrankungen: Auch häufige Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder Kachexie (Auszehrung) werden bei der Rehabilitation berücksichtigt. 

Inhalte eines Reha-Programms

Ein Reha-Programm umfasst verschiedene therapeutische Bausteine: 
  • Körperliches Training:
    • Ausdauertraining: Schwimmen, Radfahren oder Walking.
    • Krafttraining: Übungen zur Stärkung der Muskulatur.
    • Lungensport: Spezielle Sportgruppen mit Atemübungen.
  • Schulungen und Patientenedukation:
    • Umfassende Aufklärung über die Krankheit und den Umgang damit.
    • Anleitung zum richtigen Einsatz von Medikamenten und Inhalationsgeräten.
  • Atemtherapie:
    • Erlernen von atemerleichternden Körperhaltungen.
    • Anwendung von Atemtechniken wie der Lippenbremse und Kontaktatmung.
  • Ernährungsberatung: Spezielle Beratung, um Fehlernährung und Mangelerscheinungen vorzubeugen.
  • Psychologische Unterstützung: Hilfe bei der Bewältigung psychischer Begleiterscheinungen wie Ängsten oder Depressionen.
  • Sozialrechtliche Beratung: Unterstützung bei Fragen zu finanziellen oder beruflichen Angelegenheiten. 

Formen der Reha

Die pulmonale Reha kann stationär in einer Spezialklinik oder ambulant am Wohnort durchgeführt werden.
In einigen Fällen ist auch eine Rehabilitation von zu Hause aus mithilfe digitaler Anwendungen möglich. 

Beantragung der Reha

Die Kosten für eine Reha bei chronischen Atemwegserkrankungen werden von den Kostenträgern (zum Beispiel der gesetzlichen Krankenkasse oder der Rentenversicherung) übernommen.
Ein Anspruch auf eine Reha besteht für chronisch kranke Patienten in der Regel alle vier Jahre, wenn die Erkrankung den Alltag behindert. 

Wichtigkeit der Nachsorge

Nach der Reha ist es wichtig, die erlernten Techniken im Alltag beizubehalten, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.
Lungensport oder andere regelmäßige sportliche Aktivitäten können dabei helfen. 

 

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